ANO SYROS RESIDENCY PROGRAM
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Gerber Bardill - Gabriela Gerber, Lukas Bardill, Stipendiaten 2022

GerberBardill

Gabriela Gerber absolvierte 1999−2003 das Studium Fine Arts und 2018−2021 einen Master in Fachdidaktik Künste an der Zürcher Hochschule der Künste. Lukas Bardill studierte 1993−1997 Kunst an der F+F Kunst- und Medienschule in Zürich und schloss mit einem Diplom HF ab. 2010–2013 erlangte er an der Universität Bern den Master für Fachdidaktik Kunst und Gestaltung. 1993–2000 war er Mitglied der Performancegruppe CPX Zürich. Zusammen arbeiten sie seit 1997 als Künstlerpaar Gerber Bardill. Seit 2002 Beteiligung an diversen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland. Einzelausstellungen: Galerie Luciano Fasciati, Chur (2005, 2008, 2010, 2014, 2019), Bündner Kunstmuseum Chur (2006), Kunstraum Dornbirn (2013). Mehrere Auszeichnungen: Swiss Art Award (2004), Manor Kunstpreis Chur (2005), Wettbewerb für professionelles Kunstschaffen Kanton Graubünden (2005), Anerkennungspreis Kanton Graubünden (2017), Kulturpreis der Stiftung Anny Casty-Sprecher (2017), Kunstpreis des Schweizer Alpenclubs SAC (2020). [Lexikonartikel SIKART]

Artist Statement: “Syros bot uns die Möglichkeit, in einen anderen Sprach- und Kulturraum einzutauchen. Wir hatten im Vorfeld keine klare Vorstellungen, was wir genau machen wollten. Es war uns wichtig, den Moment des Fremdseins, mit allen Sinnen wahrzunehmen.” 

Catwalk, 2023 - Von Ermoupolis über die Treppenstufen hoch bis Ano Syros zählten wir gegen hundert Katzen. Kaum eine gehörte jemandem. Wir filmten die Tiere. Ihr körperlicher Zustand war teils an der Grenze des Lebendigen. Die Anmut ihrer Bewegungen war jedoch unübertrefflich.

Meltemi, 2024 - Der unablässig blasende Nordwind in der Ägäis bringt einzelne Grashalme und auch ganze Wälder zum Tanzen. Winde, wie der griechische Meltemi, wehen in vielen Regionen unter verschiedenen Namen: Mistral, Föhn, Levante. Von den Einen werden sie gefürchtet, weil sie Kopfschmerzen verursachen. Andere lieben sie, weil sie die Ernte versüssen. Die Animation Meltemi ist die Übersetzung des rauschenden Windes in die Bewegung einer wogenden Baumkrone.

https://bardillgerber.ch/index.php?id=3

 

 

Sandra Capaul - Stipendiatin 2022

Bettina Rave - Stipendiatin 2023


Bettina Rave ist eine Künstlerin mit deutschen und schweizerischen Wurzeln. Sie arbeitet konzeptionell mit Malerei und Video und entwickelt daraus eine eigenständige Bildsprache zwischen den Medien. Aufgewachsen in Baden-Baden und am Bodensee, lebt sie seit 1980 in Berlin, wo sie 1982 ihr Abitur absolvierte.

Von 1983 bis 1988 studierte sie an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste) Visuelle Kommunikation und schloss den Diplomstudiengang bei Bernhard Boes und Helmut Lortz ab. 1989 vertiefte sie ihre künstlerische Praxis in den USA mit einem Studium der Malerei und des 16-mm-Films an der Rhode Island School of Design sowie an der Brown University. 1990 folgte der Abschluss als Meisterschülerin bei Wolfgang Ramsbott an der HdK. Seither ist Bettina Rave als freischaffende Bildende Künstlerin tätig; ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert.

Im Zentrum ihres Werks steht die Dialektik von Bild und Material, die sie in sinnlich-visuellen, farbintensiven Arbeiten verhandelt. Charakteristisch ist dabei die wechselseitige Durchdringung von Malerei und Video: Beide Medien treten in einen Dialog, überlagern sich und erweitern einander, wodurch Raves Werk eine besondere Position zwischen medialer Übergängigkeit und malerischer Setzung einnimmt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der bildnerischen Auseinandersetzung mit Schrift, Texten und Zeichensystemen, die als strukturierende wie auch irritierende Elemente in ihren Arbeiten wirksam werden. bettinarave.com

Artist Statement: “Seit Beginn meiner künstlerischen Laufbahn arbeite ich konzeptionell mit Malerei und Video. In meiner Malerei spielt die Inspiration durch andere Künste wie Film, Sprache und Musik eine große Rolle. Meine künstlerische Praxis ist geprägt von Experimenten und meinem Interesse an Prozessen und am physischen Material. Die Arbeitstechniken ergeben sich aus den jeweiligen Themen. Farbatmosphären und Farbklänge sind von großer Bedeutung. Die Reflektion der Medien, in denen ich arbeite, ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit. - Für mich war es wesentlich, 6 Wochen auf Syros zu sein um zu arbeiten. Ich bin immer mehr in einen flow gekommen und sowohl währenddessen, als auch im Nachhinein fühlte es sich so an, als hätte ich dort eine Zeitlang gearbeitet und gelebt und nicht nach einer Art Urlaubssituation. Ich erinnere mich auch daran, wie meine Besucherinnen sagten, ich käme ihnen so vor, als würde ich dort leben und sei mindestens schon ein halbes Jahr dort.” 

 

 

Mami Kiyoshi - from New Reading Portraits series

Mami Kiyoshi Abe

Mami Kiyoshi was born in 1974, in Saitama, Japan. She is an artist and photographer, and currently lives and works in Paris. She has a degree from the Musashino Art University of Tokyo, in Japan, and has presented numerous exhibitions of her work in Japan, China and Europe. In 2010, Mami was awarded a grant from the Japanese government to pursue her New Reading Portraits series in France. While in France, she won a residency at the Cité Internationale des Arts, in Paris. She also received the 2011 Arte/L’Art et la Ville Award, and a Special Jury Award from the Photographie.com 2012 Bourse du Talent; both in France. Her works are in the collections of the Kiyosato Museum of Photographic Arts in Japan; Le Musée de la Ville de St Quentin en Yvelines, and the Bibliothèque Nationale, in France.