Künstlerresidenzen und Angebote
Die Apartements im Haus Bourgos




Blick von Haus Bourgos auf Ermoupolis



Atelier und Werkstatträume




Haupthaus mit Wohneinheiten
Das Anwesen verfügt im Haupthaus über drei unterschiedliche Wohneinheiten, alle schmucklos und nur mit dem Unverzichtbaren ausgestattet, um die Wirkung der Räume und deren Materialität nicht zu stören. Nicht jedes Fenster ist dem Meer zugewandt. Schutz vor Feind und Wetter, nicht die schöne Aussicht, war damals Zweck des Bauens. Westseitig eine schmale Veranda und ostseitig eine breitere Terrasse laden zu Frühstück oder abendlichen Plauderstunden im Freien. Für bis zu acht Gäste stehen insgesamt sieben Betten in drei Zimmern zur Verfügung. Jede Wohneinheit verfügt nebst WC/Dusche über eine separate Küche mit Herd, Backofen und Kühlschrank.
Apartment 1
Grosses Südzimmer (zwei Betten) im ersten Stock, angrenzend an die ostseitige Terrasse. Felsenbad und Küche sind über die Terrasse erreichbar. Weitreichende Sicht vom Balkon aus über den Hafen von Ermoupoli und übers Meer. In der Ferne die Inseln Naxos und Paros. Bei Bedarf wäre im Zimmer auch noch Platz für ein Kinderbett. Dank der Raumhöhe von über vier Metern ist es hier auch in der Sommerhitze noch zum Aushalten.
Apartment 2
Zweibett-Zimmer im Erdgeschoss. Ein Fenster zum Meer. Separate Küche mit Essplatz. Schmale Veranda westseitig mit etwas Meersicht. Der verschlossene Durchgang zu Apartment 3 kann bei Bedarf und längerer Nutzung geöffnet werden. Im Sommer sind die Räume im Erdgeschoss dank der Trägheit der dicken Mauern kühler als im Obergeschoss – eine Entschädigung für die etwas bescheidenere Aussicht.
Apartment 3
Dreibettzimmer im Erdgeschoss. Kein Blick nach Süden, jedoch Anteil an der schmalen Veranda westseitig mit etwas Meersicht. Ein französisches und ein Einzelbett werden ergänzt durch ein untergeschobenes, 160 Zentimeter langes Kinderbett, so dass eine Familie mit bis zu zwei Kindern Platz findet. Im Sommer ist dies klimatisch der angenehmste Raum, weil ohne direkte Sonneneinstrahlung; er liegt unter der westseitigen Veranda des Obergeschosses und am alten Stadttor, unter dessen Bogen sich früher der Kühle wegen die strickenden Frauen trafen. In einer Ecke des Raumes steht noch ein Tzaki, eine Feuerstelle, die einst auch zum Kochen diente. Das Deckengebälk besteht aus knorrigen Arreftiés, einer Zypressenart, die auf der Insel seit Jahrhunderten ausgerottet ist. Die Decke ist mit einem kräftigen Schilfrohr ausgelegt und im typischen Lulaki (lila) gestrichen. Nur am späten Nachmittag scheint die Sonne bis zu ihrem Untergang durchs Fenster der Küche, in die man über einen neulich eröffneten Mauerdurchbruch gelangt; sie ist mit ihren belassenen Felsbuckeln und Steintreppchen kein alltäglicher Raum. Früher hausten hier Schafe und Ziegen.
Atelier und Werkstatt
Auf halbem Weg zwischen Haupthaus und Garten stehen drei zusammenhängende steinerne Baukörper von schlichter kykladischer Schönheit. Die Lage just ausserhalb der Stadtmauer lässt vermuten, dass dies einst Ställe für Lasttiere waren. Da wir zu unserem Leidwesen wegen unserer langen Abwesenheiten keine Esel halten können, lag der Gebrauch als Werkräume nahe. Beim Betreten überrascht die wohltuende Kühle; die Sonne tritt erst etwa um elf Uhr über die Hügelkuppe und vermag den über Nacht ausgekühlten Bau nicht so aufzuheizen wie die Häuser am Südhang. Der mittlere Baukörper mit angrenzendem Badezimmer eignet sich als Ruhe- oder Schlafraum. Als interessantes Detail findet sich im Atelier ein alter Backofen, wo früher die Dorfbewohner Festtagsgebäck buken.